Christine Spies
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In Salzburg trafen sich die SEOs in 2012 zur jährlichen SEOkomm. WDF/IDF schwirrte durch die Vorträge und die Frage nach der Bedeutung der User-Signale für das Ranking. Aus dem SEO-Team der dmc.de durfte ich hinfahren und habe die wichtigsten Erkenntnisse in einem Blogtext zusammengefasst.


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SEOkomm 2012 – „Nicht labern, sondern machen“

26. November 2012                               

Diesen Worten von SEOnaut Marco Janck schließe ich mich gerne an. Was nützen uns die holden Diskussionen zu nachhaltigen SEO-Maßnahmen, wenn im Tagesgeschäft doch wieder die leidigen Nachbau-Maßnahmen verkauft werden. Ein Appell!

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Das Datum im November verführte auf der SEOkomm ein bisschen dazu, einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu werfen. 2012 werden die SEOs als das Jahr in Erinnerung behalten, das über Updates mit lustigen Tiernamen unmissverständlich darauf hingewiesen hat, dass Google nun linkmäßig endlich aufgewacht ist. Ich denke, dass sich in diesem Punkt alle einig sein können. Die Suchmaschine zwingt dazu, Linkbuilding als echte PR- und Marketing-Maßnahme zu betreiben. Guter Inhalt muss her und der sollte zielgerecht vermarktet werden. Wir kommen nicht umhin, SEO endlich in den Marketing-Mix des Unternehmens zu integrieren.

Traffic ist king

Die SEO-Szene braucht den Blick nach vorne. In der temporeichen Keynote von Marcus Tandler sind die frühen Konferenzteilnehmer sicher schnell wachgerüttelt worden. Passend, denn es ging um den Traffic. Inzwischen werden so ziemlich alle Webseiten von irgendeinem Google-Produkt ausgelesen. Entsprechend sinnig ist die Konzentration auf den Traffic. Wer gute Links aufbaut, sollte über diese auch Referrer-Traffic abholen. Aus Google-Sicht ein gutes Ranking-Kriterium, da es sich nur schwer manipulieren lässt. Dass die User Intent Signale wie Bounce Rate oder CTR seit jeher wichtig waren, wissen wir. Denn auch Google mag eben die long-clicks auf die Suchergebnisse am liebsten, was auch Ulrich Lutz vom europäischen Google Quality Team bestätigte.

Bitte kein one-hit-wonder

Doch wie bringe ich die Besucher dazu, lange auf meiner Seite zu bleiben? Guter Content muss her. Doch auch hier wies Marcus Tandler zur Vorsicht. Es reicht einfach nicht, nur tolle Themen zu spielen. In der ausgiebigen Recherchearbeit müssen die Themen identifiziert werden, die „richtig abgehen“. Wer nur einmal eine Infografik platziert, kann damit zwar einmalig gute Links abgreifen. Je nach Thema ist die Wirkung aber auch schnell vorüber. Google will aber nicht nur one-hit-wonder ausfindig machen, sondern Seiten, die kontinuierlich gute Qualität liefern.

WDF und IDF

Diese lässt sich am besten mit dem unverzichtbaren Asset „Text“ platzieren. Und hier sind nicht die bekannten spam-Texte gemeint. Als bleibenden Eindruck lässt sich mitnehmen, dass die onpage-Optimierung damit wieder ein fulminantes Comeback im Tagesgeschäft der SEOs feiern kann. In den vergangenen Wochen machte Karl Kratz wieder auf die Formel “WDF*P*IDF” als erweiterte Keyword-Density-Formel aufmerksam, die Schwung in das Business der Texter bringt und Linguisten-Augen aufleuchten lässt. Auf der SEOkomm betonte er nochmal deutlich, dass diese Formel natürlich keine neue Erfindung ist und animierte die SEOs offensiv dazu, diese Idee weiterzudenken und nicht einfach nur kritiklos zu übernehmen.

Das Nachbauproblem

Im Übrigen ein wirklich nicht zu unterschätzender Hinweis – um auch hier nochmal auf den Appell von Marco Janck zurückzukommen. Aus seinem Vortrag lässt sich mitnehmen, dass es einfach nichts nützt, immer nur auf die großen Player zu schielen und deren Techniken abzuleiten. Selbst denken ist gefragt. Um ein echtes Trust-Projekt zu erschaffen, muss die Leidenschaft für die eigene Vision entwickelt und vor allem umgesetzt werden. Nachmachen führt nicht zu Innovationen, oder um es mit Marcus Höveners Worten abzuschließen: “Hört nicht auf die ganzen SEO-Tipps”.




Vielen Dank für den freundlichen Verweis

SEOkomm 2012: The Last Recap

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